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Labortiere sind besonders


Labortiere sind etwas Besonderes.


Sie kommen zu 99,999 % aus eigenen Zuchtanstalten. Dort wurden im Laufe der Jahre eigene „Rassen“, sogenannte „Linien“ herausgezüchtet, um möglichst gleichförmige Tiere zu erhalten.


Handelt es sich um Hunde wie Beagles, weiss jeder Hundeliebhaber sofort, was gemeint ist.


Bei Labor-Ratten und Mäusen ist das anders: Im normalen Leben gibt es nur die Unterscheidung wilde (Wanderratte, Hausratte, etc.), und Farbratten (wie Wölfe/Kojoten und Hunde eben).


Labor-Farbratten und -mäuse werden seit Generationen von Wissenschaftlern auf bestimmte Eigenschaften hingezüchtet. Diese Eigenschaften sind stabil, es sind eigene Laborlinien (Rassen) geworden.

Sie haben eigene Namen bekommen, Ratten sind nicht nur Albinos und Blackhooded, sondern Wistar, OFA, Dahl, Zuckerratte, rosa Hairless, bzw. nicht nur Blackhooded, sondern LongEvans, Hairless Blackhooded, bei Mäusen gibt es beispielsweise CD1, CD-1, DBA, B6 und deren Kreuzungen, und vieles mehr.


Genau wie bei Hundenrassen - Schäfer, Dackel, Golden Retriever und Pudel, haben alle bestimmte Eigenschaften wie Fellstruktur, Charakter, Größe, leider hin und wieder auch bestimmte Gendefekte durch Überzüchtung oder zur Erforschung von Krankheiten - jeder weiß sofort, wenn man vom Pudel spricht, was für eine Art Hund er sich vorstellen soll.


Labormitarbeiter und Wissenschaftler wissen genau, was sie erwartet, wenn sie „Wistar“ bekommen: Sehr freundliche, entspannte, gutmütige Tiere, die leicht zu handhaben sind. Die Fellfarben sind dabei eigentlich nebensächlich, gehören nur zur Linie dazu. Die „Long Evans“ sind einfach immer Kapuzinerratten, ob das jetzt „Blackhooded“, „Blackhooded broken“ oder „Blackhooded short“ sind, ist im Labor egal. Die „Long Evans“ Ratten (blackhooded) entsprechen vom Genotypus den Farbratten, sind gesund und robust, genauso wie die weissen „Wistar“, „OFA“ und „Fischer“, wie in den FAQs beschrieben.


Unsere Tiere kommen zum Teil auch aus dem Labortier-Lehrbereich. Interessierte finden manche unserer Schützlinge dann nicht in den Charles-River- und Harlan-Katalogen von klassischen Labortierzuchtanstalten.

Dann sind es Hybride, oder Spezialtiere, die nicht von den Labors „von der Stange“ gekauft werden.


Was 99,9 % der Labortiere gemeinsam haben, ist die Grund-Freundlichkeit dem Menschen gegenüber, sie beissen nur in höchster Not.


Das hat seinen Grund. Freundlichkeit ist sicher eines der wichtigsten Zuchtkriterien, denn die Labor-Mitarbeiter und Wissenschaftler würden sich beschweren, wenn sie jeden Tag mit aggressiven oder ängstlichen Tieren hantieren müssten.