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Alternative Methoden zum Tierversuch

„In-vitro-Methoden (von lateinisch »im Glas«) nennt man Versuche, die im Reagenzglas durchgeführt werden und im Gegensatz zu »In-vivo- Methoden« (von lateinisch »am Lebenden«) ohne lebende Tiere auskommen.“


Es gibt sie, die Alternativen zum Tierversuch. Man findet sie auf entsprechenden Webseiten,
in Zeitungsmeldungen, in entsprechenden Foren.


Alternative Methoden zum Tierversuch kommen ohne lebende Tiere aus. Sie sind meist schneller, zuverlässiger und aussagekräftiger, was mit zahlreichen Tierversuchen für die Zulassung bestätigt werden muss. Sind sie von der jeweiligen Landeskommission genehmigt worden, wird eine Empfehlung an die entsprechenden Institutionen herausgegeben, die anweist, die Alternative bevorzugt zu verwenden.


Im Folgenden findet ihr Berichte und positive Beispiele, vieles davon mit Erlaubnis kopiert von Ärzte gegen Tierversuche, andere gefunden und zusammengefasst.


Krebsforschung ohne Tierquälerei

Das Forscherteam um Dr. med. Maret Bauer von der Universitätsklinik in Kiel beispielsweise forscht (statt mit Versuchstieren, Anm. Team saveMYlife) mit den Krebszellen, die Frauen bei Brustkrebs-operationen entfernt werden. Das hat den großen Vorteil, dass es sich um Zellen von Menschen handelt, die Ergebnisse also auf die Situation bei Menschen übertragbar sind. Außerdem sind diese Krebszellen auf die Art und Weise entstanden, wie Krebs beim Menschen entsteht. Sie wurden nicht künstlich erzeugt, noch dazu bei einem Tier. Der Mensch ist schließlich keine Maus.

Die Krebszellen, an denen geforscht wird, wachsen in verschiedene Richtungen, wie der echte Tumor beim Menschen. Ein Ziel der Forschung ist, den Krebs des Menschen zu verstehen. Deshalb verändern die Forscher nun alle möglichen Dinge in der Umgebung der Krebszellen. Dadurch wollen sie lernen, wie der Krebs reagiert, z.B. ob er langsam oder schnell wächst oder sich zurückbildet. Krebs verläuft nämlich oft unterschiedlich von Mensch zu Mensch. Die Forscher wollen speziell für den Krebs einer bestimmten Person eine bestimmte Behandlung austüfteln, die genau diesem Menschen optimal helfen kann.


Tierversuche sind sehr teuer und dauern oft viele Jahre, ohne dass ihre Ergebnisse danach auf Menschen übertragbar sind. Zellkulturversuche, wie sie oben beschrieben wurden, verlaufen viel schneller und kosten weniger. Tierversuchsfreie Methoden werden von der deutschen Regierung allerdings nur minimal gefördert. Deshalb fördert der Verein Ärzte gegen Tierversuche e.V. diese Methoden so gut er kann. Der bundesweite Ärzteverband verleiht Preise an Forscher, die für Menschen forschen und ohne Tierquälerei arbeiten. Die Forschergruppe um Dr. med. Maret Bauer hat einen dieser Preise bekommen.

Auszugsweise Quelle und mehr Infos: http://www.harry-hilft-tieren.de/krebsforschung.html

Copyright

Texte: Eine Verwendung der Texte auf dieser Website unter Nennung der Quelle »www.aerzte-gegen-tierversuche.de« oder »Ärzte gegen Tierversuche e.V.« ist erlaubt und ausdrücklich erwünscht.

Fotos: Emilia Stasiak/iststockphoto.com, Karoshi/fotolia.com, kaYann/fotolia.com

Tierversuchsfreie Hirnforschung

Hirnforschung lässt sich bei Menschen auch direkt und schmerzlos mit Computermethoden durchführen: Dabei macht man, vereinfacht ausgedrückt, scheibchenweise ganz viele Bilder von den Körperteilen oder Organen, also zum Beispiel dem Gehirn. Zeigt man den Testpersonen bestimmte Fotos oder spielt ihnen Musik vor, so erkennt man anhand der "Scheibchenbilder" welcher Teil des Gehirn dabei gerade arbeitet. Es gibt auch Menschen, die bestimmte Gehirnkrankheiten haben oder deren Gehirn bei Unfällen verletzt wird. Wenn man diese Veränderungen im Gehirn dieser Menschen nun mit ihren Beschwerden oder ihrem veränderten Verhalten vergleicht, dann kann man feststellen, welche Gehirnteile für welche Körperreaktionen zuständig sind. Dafür braucht man Katzen, Affen oder Ratten keine Drähte ins Gehirn zu operieren.                     

Ein Kernspintomograph kann scheibchenartige Bilder vom Körperinneren machen.
Er kann sogar sichtbar machen, welche Teile unseres Gehirn gerade arbeiten.

Auszugsweise Quelle und mehr dazu: http://www.harry-hilft-tieren.de/roentgen.htmlFoto: Bernd Elmenthaler

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Texte: Eine Verwendung der Texte auf dieser Website unter Nennung der Quelle »www.aerzte-gegen-tierversuche.de« oder »Ärzte gegen Tierversuche e.V.« ist erlaubt und ausdrücklich erwünscht.

Foto: Bernd Elmenthaler

Zell-, Gewebe- und Organkulturen

Um lebende Zellen von Menschen zu erhalten, kann man Zellen vermehren, die jemandem bei einer Operation entfernt worden sind. Das kann etwas von der Leber, der Lunge, der Haut, von Knochen, Blutgefäßen, Gehirn oder anderen Körperteilen sein. Damit lassen sich Organteile des menschlichen Körpers im Reagenzglas »nachzüchten«. Man kann Haut mit ihren unterschiedlichen Schichten und sogar mit Leberflecken züchten. Auch Herz-, Leber- und Knorpelgewebe oder Blutgefäße kann man im Labor »zusammenbauen«. Solche nachgezüchteten Körperteile von Menschen empfinden keine Leiden, reagieren bei Untersuchungen aber menschenähnlicher, als Tiere.

 

Beispiel Hauttest auf ätzende Wirkung:

Manche Stoffe, z.B. Cremes oder Medikamente, erhöhen die Lichtempfindlichkeit der Haut, so dass Sonnenstrahlen sie leichter verbrennen und sogar Hautkrebs verursachen können. Um diese Wirkung zu untersuchen, gibt man Mäusen, Ratten, Meerschweinchen oder Kaninchen solche Substanzen und bestrahlt danach ihre rasierte Haut mit UV-Licht. Dies wird Phototoxizitätstest genannt (»photos« kommt aus dem Griechischen und bedeutet »Licht«, »Toxizität« kommt ebenfalls aus dem Griechischen und bedeutet »Giftigkeit«).


An diesen Hautzellkulturen kann die ätzende Wirkung von Substanzen getestet werden. Foto: Ärzte gegen Tierversuche


Tierversuchsfrei: Weil Tierhaut anders aufgebaut ist, als menschliche Haut, zum Beispiel haben Tiere ja Fell, sind die Ergebnisse der Tierversuche nicht auf die Verhältnisse beim Menschen übertragbar. Mit gezüchteter menschlicher Haut kann man viel genauer untersuchen, wie sehr Stoffe die Haut zerstören und ob sie ins Innere des Körpers eindringen.


Beispiel Krebstest

Tierversuchsfrei: Krebsverursachende Wirkungen können besser in Zellkulturen getestet werden. Wenn Stoffe krebserregend sind, wachsen die ursprünglich gesunden Zellen, einfach ausgedrückt, nicht mehr regelmäßig, sondern vermehren sich sehr stark und wachsen »kreuz und quer«.


Computer können unzählige Daten vergleichen und speichern und
sie können z.B. die Wirkung von Medikamenten berechnen.
Natürlich kann man sie mit anderen Methoden kombinieren.
Foto: Bernd Elmenthaler


Aber auch Mittel zur Krebsbehandlung kann man tierversuchsfrei erforschen. Computerchips werden dazu mit vielen verschiedenen Röhrchen versehen. In diesen Röhrchen verteilt man Zellen der verschiedenen Organe von Menschen, z.B. Leberzellen, Darmzellen, Gehirnzellen usw.. Dann gibt man eine Flüssigkeit hinzu, die diese Zellen am Leben erhält. Man kann dann die Vorgänge, die sich in den Röhrchen mit den Zellen darin abspielen, beobachten. Nun kann man zusätzlich Medikamente gegen Krebs in die Röhrchen geben und so testen, was mit den Zellen passiert. Auf diese Weise lassen sich Medikamente gegen Krebs an den Zellen prüfen, für die sie später bestimmt sind, das sind nämliche menschliche Zellen und nicht künstlich krank gemachte Tiere.


Schleimhaut Verträglichkeitstest

Tierversuchsfrei: Stattdessen kann man die Testsubstanz auf die Aderhaut bebrüteter Hühnereier auftragen und beobachten, welche Schäden dadurch entstehen. Da diese Aderhaut nicht schmerzempfindlich ist, ist es besser diesen »HET-CAM-Test« (nach den Anfangsbuchstaben des Tests benannt: Hen's Egg Chorionallantoic Membrane Test) durchzuführen, als Kaninchen die Augen zu verätzen. Doch es gibt auch die Möglichkeit, ähnlich wie bei der Haut, menschliche Schleimhautmodelle zu züchten. Solche Methoden sind natürlich am besten, da hierfür überhaupt keine Tiere benötigt werden und die Aussagekraft für uns Menschen am größten ist. Man kann nach dem gleichen Prinzip noch viele andere Gewebe züchten und so Forschung im Bereich der verschiedensten Krankheiten durchführen.


Die Aderhaut eines Hühnereis hat keine Nerven und empfindet daher auch keine Schmerzen. Foto: Altex


Auszugsweise Quelle und mehr dazu: http://www.harry-hilft-tieren.de/zellkulturen.html

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Texte: Eine Verwendung der Texte auf dieser Website unter Nennung der Quelle »www.aerzte-gegen-tierversuche.de« oder »Ärzte gegen Tierversuche e.V.« ist erlaubt und ausdrücklich erwünscht.

Operationen

Tierversuchsfrei: Statt Tiere mit grausamen Operationen zu quälen, kann man z.B. den Körper des Menschen naturgetreu aus Kunststoff nachbauen, die Blutgefäße mit einer blutähnlichen Flüssigkeit durchspülen und neue Operationstechniken daran üben.


Herzoperationen

In der Schweiz wurde auf diese Weise ein Trainingsmodell für Operationen an den Blutgefäßen des Herzens entwickelt. In einem künstlichen Brustkorb befindet sich ein schlagendes Herz, welches unterschiedlich schnell Blut pumpen kann. Dieses Modell kann - im Gegensatz zu Tieren, die bei solchen Versuchen sterben – immer wieder verwendet werden. Es ist »pflegeleicht« und entspricht genau dem Körperbau eines Menschen. Man kann an diesem Modell sogar verschiedene Schwierigkeitsgrade einer Operation einstellen. In ähnlicher Weise kann man die Organe gestorbener Menschen oder Tiere mit einer blutähnlichen Flüssigkeit durchströmen und daran Versuche machen oder Operationen üben.


An dem Herzen in diesem Kunststoffbrustkorb können viele Ärzte Herzoperationen üben. Foto: Altex


Beispiel Knochenbrüche

Tierversuchsfrei: Sinnvoller ist es, bereits bekannte Tatsachen über Knochenheilung beim Menschen mit Versuchen an Knochen von Toten, Belastungsproben im Labor und Computermethoden zu kombinieren.


Auszugsweise Quelle und mehr Info: http://www.harry-hilft-tieren.de/operationen.html

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Texte: Eine Verwendung der Texte auf dieser Website unter Nennung der Quelle »www.aerzte-gegen-tierversuche.de« oder »Ärzte gegen Tierversuche e.V.« ist erlaubt und ausdrücklich erwünscht.

Diverse Alternativmethoden

Die Erbsubstanz von Bakterien und Pilzen ist der von Menschen ähnlich. Deshalb kann man Erbguttests und genetische Forschung auch an Bakterien und Pilzen machen.


Beim »Ames-Test (er ist nach seinem Erfinder, Bruce Ames, benannt) wird z.B. untersucht, wie sich die Erbsubstanz von Salmonellen - das sind Bakterien - verändert. Sie werden schon routinemäßig in der Arzneimittelforschung benutzt. Auch Bäckerhefe kann ähnlich verwendet werden.


An Pollen von Tabakpflanzen kann die Gefährlichkeit von Umweltgiften untersucht werden.


Wenn Leuchtbakterien durch bestimmte Stoffe geschädigt werden, leuchten sie weniger.


Die Beobachtung kranker und gesunder Menschen, die Untersuchung ihrer Lebensgewohnheiten, ihrer Arbeits- und Umweltbedingungen trägt sehr viel zur Erforschung und Behandlung von Krankheiten bei. Und wenn man z.B. alle bekannten Daten über Vergiftungen beim Menschen sammeln und ordnen würde, so würde man aus einer solchen Datenbank sehr viel mehr lernen, als durch das Vergiften von Ratten, Mäusen und Hunden. Wie soll uns eine Ratte mitteilen, dass ihr schwindelig ist, dass sie Magenkrämpfe oder Kopfschmerzen hat?


Auszugsweise Quelle und mehr Info: http://www.harry-hilft-tieren.de/undvielmehr.html

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Texte: Eine Verwendung der Texte auf dieser Website unter Nennung der Quelle »www.aerzte-gegen-tierversuche.de« oder »Ärzte gegen Tierversuche e.V.« ist erlaubt und ausdrücklich erwünscht.

Weitere Alternativmethoden und Beschreibungen

Zitat: „Life Science Laboratorium - Überblick: Das Zentrum für Ersatz- und Ergänzungsmethoden zu Tierversuchen (zet) hat im April 2007 einen eigenen Forschungsbereich mit dem Schwerpunkt „Entwicklung von Tierersatzmethoden“ mittels moderner Zell- und molekularbiologischer Methoden gegründet. Ziele des zet-Life Science Laboratoriums (zet-LSL) sind:



Eine weitere wichtige Aufgabe des zet-LSL ist die experimentelle Validierung tierversuchsfreier Methoden, um deren Aufnahme in internationale behördliche, sicherheitstoxikologische Prüfrichtlinien zu erreichen. Hierfür ist langfristig die Akkreditierung des zet-LSL als Nationales Referenzlabor angestrebt, so dass zet und das zet-LSL für zuständige Behörden als Auskunftsstelle für Ersatz- und Ergänzungsmethoden zu Tierversuchen fungieren. Um diese Ziele zu erreichen, kooperieren zet und das zet-LSL mit nationalen und internationalen Institutionen, die Forschung, Validierung und internationale Akzeptanz von Alternativmethoden fördern.“

http://www.zet.or.at/subnode,4,251,de,Welche_Arten_von_Alternativmethoden_,infocenter.php




Text wird ergänzt!